| Bänderriss |
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Ein BÄNDERRISS zählt zu den häufigsten Sportverletzungen, da sportliche Aktivität die Bänder wegen der schnellen und ruckartigen Bewegungen sehr stark beansprucht. Grundsätzlich sind die Einzelnen Fasern der Bänder so aufgebaut, dass sie die beim Sport entstehenden Kräfte aushalten. Unnatürliche Bewegungen, wie zum Beispiel das Umknicken mit dem Fuß, können allerdings dazu führen, dass die Fasern überdehnt werden und ganz oder teilweise reißen. Mediziner sprechen von einem BÄNDERRISS. Einer der häufigsten BÄNDERRISSE ist der AUSSENBANDRISS am oberen Sprunggelenk. Außerdem tritt ein BÄNDERRISS oft in den Kreuzbändern des Knies (sog. KREUZBANDRISS) auf, meist verursacht durch eine „unglückliche“ Bewegung mit dem Kniegelenk, wie zum Beispiel eine Überdrehung oder Überstreckung. Unter Skifahrern ist der sogenannte Skidaumen gefürchtet. Dabei handelt es sich um einen BÄNDERRISS auf Höhe des Daumengrundgelenks. Die Ursache für den Skidaumen ist oftmals ein Sturz: Der Skifahrer versucht sich mit der Hand abzufangen und überspreizt dabei den Daumen. Ein akuter BÄNDERRISS verursacht in den meisten Fällen starke Schmerzen. Zudem entwickelt sich am betroffenen Gelenk nach kurzer Zeit eine Schwellung. Außerdem kann sich ein Bluterguss bilden. Bei Verdacht auf einen BÄNDERRISS beginnt die Therapie mit der sogenannten PECH-Regel: Pause, Eis, Compression, Hochlagern.
Grundsätzlich gibt es zwei Behandlungsmöglichkeiten bei einem BÄNDERRISS: Therapie Bei einem BÄNDERRISS beginnt die Therapie unmittelbar nach der Verletzung mit der Erstbehandlung. Sie folgt der sogenannten PECH-Regel. Erstmaßnahme PECH-Regel Jede sportliche Aktivität sollte bei einem Verdacht auf einen BÄNDERRISS sofort unterbrochen werden. Ist der Verletzte etwa beim Fußball umgeknickt und hat er Schmerzen im Bereich des Sprunggelenks, sollte er den Fuß nach Möglichkeit vollständig entlasten. Außerdem empfiehlt es sich, das verletzte Gelenk hochzulagern. Das wirkt möglichen Einblutungen durch verletzte Blutgefäße sowie Schwellungen entgegen. Eine dosierte Kühlung des betroffenen Gelenks hemmt ebenfalls die Schwellung und lindert zudem die Schmerzen. Hierfür eignen sich etwa sogenannte Eis-Lollis oder Cool-Packs. Aber Vorsicht: Das Kühlen sollte gut dosiert erfolgen, da sonst die Gefahr von lokalen Erfrierungen besteht. Falls möglich, empfiehlt es sich, einen Druckverband um das betroffen Gelenk anzulegen. Die Kompression ist wichtig, weil es nach der Kühlung zu einer gesteigerten Durchblutung kommt: Die erhöhte Durchblutung würde ohne die Kompression des Druckverbandes die Schwellung verstärken. Besonders empfehlenswert ist eine Kombination aus Kühlung und Druckverband. Hierfür eignen sich beispielsweise spezielle Kühlmanschetten. Konservative Behandlung oder Operation Nachdem der Arzt die Diagnose BÄNDERRISS gestellt hat, stehen im für die weitere Therapie zwei Behandlungswege zur Verfügung:
Das zentrale Ziel der Therapie liegt darin, den BÄNDERRISS auszuheilen und die Stabilität und Belastbarkeit des betroffenen Gelenks wiederherzustellen. Welchen Behandlungsweg der Sportmediziner einschlägt, um die Therapieziele zu erreichen, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Vorbeugen Einem BÄNDERRISS können Sie vorbeugen, indem Sie sich fit halten und Ihre Koordinationsfähigkeit regelmäßig schulen. Beides ist natürlich keine Garantie dafür, dass durch eine „unglückliche“ Bewegung nicht doch einmal ein Band verletzt wird oder gar reißt. Wer allerdings Fitness und Koordination regelmäßig trainiert, verringert nicht nur das Risiko für einen BÄNDERRISS, sondern senkt auch die Gefahr für andere Sportverletzungen, wie zum Beispiel das Risiko einer Muskelzerrung oder eines Muskelfaserrisses. Koordinationsübungen tragen in besonderer Weise dazu bei, einem BÄNDERRISS vorzubeugen. So schulen sportartspezifische Technik- und Gleichgewichtsübungen gezielt die Fähigkeit der Muskulatur, die Gelenke in ihrer Stabilität zu unterstützen. Wer zum Beispiel regelmäßig versucht, auf einem Wackelbrett das Gleichgewicht zu halten, trainiert damit effektiv die Koordination der Beinmuskulatur und schützt Knie und Sprunggelenk vor Verletzungen. Neben Fitness und Koordination kann auch ein passender Sportschuh einem BÄNDERRISS vorbeugen. Vermeiden Sie beispielsweise, Sportschuhe mit erhöhten Absätzen zu tragen. Mit solchen Schuhen knickt man leichter um. Mit erhöhten Absätzen sind zum Beispiel viele Laufschuhe ausgestattet. Die Laufschuhe haben höhere Absätze, weil die Hersteller zusätzlich Dämpfungssohlen eingearbeitet haben. Eine besondere Dämpfung benötigen aber nur die wenigsten Läufer. Gute Sportschuhe können das Risiko für Bandverletzungen verringern.
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